Kling 4.0 verlängert Videos auf 30 Sekunden und akzeptiert zehn Keyframes
Die neue Version des Videogenerators setzt auf Erzählung: längere Einstellungen und Steuerung über aufeinanderfolgende Keyframes.

Kling hat am 15. Oktober Version 4.0 seines Modells zur Videogenerierung vorgestellt. Zwei Zahlen fassen die Ankündigung zusammen: Clips mit bis zu 30 Sekunden Länge und die Möglichkeit, bis zu 10 Keyframes vorzugeben, um die Sequenz zu steuern.
Warum Keyframes wichtig sind
Viele Videogeneratoren arbeiten mit einer Textanweisung und bestenfalls mit einem Start- und einem Endbild. Das Ergebnis ist oft spektakulär, lässt sich aber schwer lenken. Mit zehn Keyframes kann der Nutzer Zwischenschritte festlegen: den Auftritt einer Figur, einen Szenenwechsel, die letzte Einstellung. Das kommt einem Storyboard nahe, das das Modell anschließend animiert.
Die Länge von 30 Sekunden geht in dieselbe Richtung. Eine Einstellung von wenigen Sekunden reicht für einen Effekt; dreißig Sekunden erlauben eine kleine Szene, eine Produktvorführung oder einen vollständigen erzählerischen Übergang.
Die Ankündigung des Anbieters betont drei Schwerpunkte: visuellen Realismus, kreative Kontrolle und Erzählung. Die ersten beiden sind eine Frage der Bewertung und wurden bislang nicht durch veröffentlichte unabhängige Messungen überprüft.
Unsere Einschätzung
Im Wettlauf geht es nicht mehr nur um schöne Bilder, sondern darum, eine gewollte Abfolge zu erzählen. Profis aus Werbung und Musikvideo sollten zuerst testen, ob die Figuren über 30 Sekunden stabil bleiben: Genau daran scheitern Videomodelle am häufigsten.
Quellen
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